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Impressionen

Comic Salon Erlangen 2026

Etwas improvisiert – Die ICOM-Preis-Verleihung

embe (ICOM e.V., Moderation) |

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ICOM-Preis-Verleihung in der Orangerie

Was war das denn für ein Durcheinander? Aber fange ich mal von vorne an …

Eigentlich ist es schon eine Schmach: So viele Jahre war ich auf dem Comicsalon in Erlangen, und noch kein einziges Mal bei der Verleihung des ICOM Independent Comic Preises. Nicht einmal im letzten Jahr, als ich selbst einen Preis verliehen bekommen habe (womit ich überhaupt nicht gerechnet hatte). Dieses Mal sollte es jedoch anders werden, ich hatte schließlich einen Termin. Traditionell verkündet der oder die Gewinner:in des Vorjahres den Preis für die nächste Preisträgerin oder den nächsten Preisträger.

Am 04.06. fanden wir uns alle etwas verspätet in der Orangerie ein. Ein Notarzteinsatz sorgte für Aufregung und somit für eine Verzögerung. Ich kann alle beruhigen: Dem Herrn geht es wieder gut, ich habe am nächsten Tag mit ihm gesprochen.

Auf der Bühne gab es wohl einige kleine Veränderungen. So fiel der Moderator des Abends aus, weshalb improvisiert und umgeplant werden musste. Neben Burkhard Ihme, dem Vorsitzenden und Kopf des Interessenverbands Comic e. V., füllten Ralf Marczinczik und weitere Mitglieder der Jury die Bühne.

Aufgrund der Verspätungen, spontanen Änderungen und der notwendigen Improvisation wurde es stellenweise etwas holprig. Mal sprang die PowerPoint zu schnell weiter, dann gerieten Texte durcheinander oder ein Albumcover einer Nominierung fehlte.

Neben diesen kleinen Patzern und Ralfs heiserer Stimme (ich hoffe, deiner Stimme geht es inzwischen wieder gut) wurde auch ein sehr schöner Nachruf auf Paul Derouet verlesen. Der Gründer des Internationalen Comic-Seminars verstarb im Mai 2026.

Auf der Bühne holperte es anschließend noch ein wenig weiter, und nach einer Ehrung für die Arbeit von Burkhard Ihme kamen wir schließlich zu den Einsendungen, Nominierungen und letztlich auch zu den Preisvergaben.

Die Jury hat sich rund 60 eingereichte Comics zu Gemüte geführt. Ausgezeichnet wurden Ray Henderson mit „Herrmann“ in der Kategorie „Bester Independent Comic (Selbstveröffentlichung)“ sowie Ayşe Klinge mit „Der Zahn“ als „Bester Independent Comic (Verlagsveröffentlichung)“. Titus Ackermann erhielt den Sonderpreis für 30 Jahre Moga Mobo.

Letzteres hat mich besonders gefreut, vor allem, weil ich ihm diesen Preis überreichen durfte. Hach, was für ein netter Mann …

Der XPPEN-Preis für herausragende digitale Comics ging an „Tinkerville Blues“ von Michael Mikolajczak und Andreas Möller sowie an „Onaya – Rise of a Druidess“ von Luphalia und Mario Affenzeller.

Begleitet wurde die gesamte Veranstaltung immer wieder von kleinen Patzern und skurrilen Situationen. Dadurch blieb sie aber auch spannend, war stellenweise sehr witzig und bot im Nachhinein jede Menge Gesprächsstoff. Die Moderation war charmant, fair und wertschätzend. Den Gewinner:innen konnte man die Freude über das Preisgeld oder die neuen Grafiktablets deutlich ansehen, und mir hat das Ganze richtig gut gefallen.

Endlich wurde auch geklärt, wie man meinen Künstlernamen eigentlich ausspricht, und wofür ich im letzten Jahr überhaupt einen Preis bekommen habe.

Ich mochte diese kleine, verrückte Veranstaltung. Sie passte perfekt zu meinem restlichen Comicsalon-Erlebnis. Und wer mehr über die Gewinner:innen erfahren möchte:

http://www.icom-blog.de/blog.php

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ICOM-Preis-Verleihung in der Orangerie

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