Während der Fertigstellung von Heft 36 der italienischen Piccolo-Serie "Ray Clark" (Anfang Juni 1953) musste Rinaldi Rinaldoni (der neben den Zeichnungen für "Ray Clark" u.a. auch für die Gestaltung der Serie "Brad Ford" verantwortlich war) zum Zahnarzt. In dieser prekären Situation sprangen seine Kollegen bei der Casa Editrice M. Buonarroti hilfreich ein und zeichneten die fehlenden letzten Seiten des Heftes.
So ist dieses Heft ein interessantes und wichtiges Dokument der Comic-Geschichte, finden sich doch die unterschiedlichsten Stile und Handschriften einer Epoche auf diesen Seiten vereint. Der Buch Musik & FilmVerlag ist froh und stolz, durch seinen Nachdruck ein zurecht das »Goldene« genannte Zeitalter der italienischen Piccolo-Comics wiederaufleben zu lassen und gerade dieses Manifest südländischer Zeichenkunst in deutscher Erstveröffentlichung dem deutschen Leser zugänglich gemacht zu haben. Viele Zeichner, bekannte und unbekannte, begabte und weniger begabte, arbeiteten im Laufe der Zeit für die Casa Editrice M.Buonarroti, doch wer von ihnen im Juni 1953 dort tätig war und wer nun im einzelnen an "Ray Clark Heft 36" mitgewirkt hat,lässt sich nur vermuten. Einige Seiten sind signiert, aber auch das hilft nicht viel weiter, handelt es sich dabei doch offensichtlich um Pseudonyme. Gerüchte, Hugo Pratt habe die Seiten 26 und 29 gelettert, sind sicher aus der Luft gegriffen (bekanntlich hielt sich Pratt 1953 in Buenos Aires auf).
Aus den redaktionellen Seiten der deutschen "Ray Clark"-Gesamtausgabe
Hier beginnen die im Intro erwähnten Beiträge der Kollegen von Rinaldi Rinaldoni
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