Brad Ford wurde 1942 von Victor Alasica und Nicolas Benvenuti für das Jugendmagazin ADO der Raffaele Buonarroti Editori in Rom erdacht und gezeichnet. Brad Ford war Nachfolger des wesentlich berühmteren Flash Gordon von Alex Raymond.
Als aber nach dem Überfall der Japaner auf Pearl Harbour am 7.12. 1941 die USA in den Krieg eintraten, blieben die Lieferungen des King Features Syndicate aus. Schnell mußte für Ersatz gesorgt werden, und so wurden Alasica und Benvenuti beauftragt, etwas ganz ähnliches wie Flash Gordon zu machen.
Wenn man sich allerdings die Geschichten aus den 50er Jahren anschaut, möchte man gar nicht glauben, daß Brad Ford einst auf den selben Pfaden wandelte wie sein amerikanisches Vorbild. War Brad Ford 1953 eindeutig der Science Fiction zuzuordnen (zumindest dem, was man damals darunter verstand), so trifft die Bezeichnung „Fantasy“ weitaus eher das, was der jugendliche Leser des ADO 1942 mit glänzenden Augen verschlang: Brad Ford kämpfte mit Schwert und Strahlenpistole gegen urzeitliche Echsen und behaarte Krieger auf Planeten mit allenfalls mittelalterlicher Zivilisation.
Der markante Kahlkopf des Weltenreisenden (in der Serie damals noch der einzige Träger dieser Frisur) war sicher einer der Gründe, warum Brad Ford nach der Entmachtung Mussolinis am 25.7. 1943 seinen Abschied aus ADO nehmen mußte, noch ehe die Zeitschrift im August 1944 eingestellt wurde. Doch damit ist die Geschichte von Brad Ford nicht zu Ende. Denn Brad Ford war nicht vergessen worden, und so entschloß sich M. Buonarroti den populären Helden wieder aufleben zu lassen.
Als im Mai 1946 die erste Nummer der gleichnamigen Piccoloserie erschien, hießen die Autoren Eduardo Muzzi und Ivan Tartaglione, sein neuer Gefährte, der fortan nicht von seiner Seite wich, Brick.
Im März 1947 wurde die Serie von l4-tägigem auf wöchentliches Erscheinen umgestellt. Obwohl die Zeichner wechselten, blieb Brad Ford der Erfolg treu. Im Juni 1950 übernahm Rinaldi Rinaldoni mit der laufenden Nummer 197 die Serie und führte sie bis zu ihrer Umstellung auf Großbände, die zumeist Jerzy Granedetti zeichnete, im Oktober 1957 fort (Heft 592). Die Großbände erschienen bis 1966.
Brad Ford von Victor Alasica und Nicolas Benvenuti in ADO 4/1942. Inhaltlich bestehen große Ähnlichkeiten zu Flash Gordon, zeichnerisch eher nicht
Comments
No comments