Mit großen Hoffnungen wurde er im August 1952 gestartet: Gleich in wöchentlichem Turnus ließ M. Buonarroti seinen neuen Helden auf das Publikum los. Die tropische Schwüle des Dschungels, gefährliche Bestien, primitive Negerstämme, ein strahlender Held, der zudem mit den Tieren sprechen konnte, das mußte ein Erfolg werden. Tarzan hatte es vorgemacht, seine ungezählten Epigonen verkauften sich ebenfalls gut. Kurz und knapp: Buonarroti setzte auf Torax. Dabei ging er allerdings etwas zu schnell und forsch an die Sache. Für das Script konnte er mit Enrico Renzi (Ray Clark) zwar einen erfahrenen Texter gewinnen, als Zeichner beorderte er aber den jungen Cartoonisten Gabriele Prendete. Prendetes Fähigkeiten seien hier in keiner Weise angezweifelt (seine Serie Ciapp! gehört zu den Highlights der Casa Editrice M. Buonarroti), aber er war einfach der falsche Mann am falschen Platz. Torax verkaufte sich nicht. Bekanntlich war ja Ray Clark zunächst ebenfalls kein Bestseller, wies aber doch eine langsam steigende Beliebtheit auf. Bei Torax war es eher umgekehrt. Die ersten Hefte verkauften sich noch gut, dann sanken die Verkaufszahlen in den Keller.
Dennoch wurde Torax nicht eingestellt, sondern mit Z. Zapreda wurde ein neuer Zeichner verpflichtet, der die Serie retten sollte, was ihm bis zu einem gewissen Grad auch gelang. Torax wurde kein großer Erfolg, hatte aber durch die Jahre ein treues, wenn auch nicht allzu zahlreiches Publikum. Erst als Zapreda Buonarroti verließ, endeten die Dschungelabenteuer von Torax. Neben 145 Piccoloheften erschienen 2 Sonderbände sowie 6 Ausgaben eines Piccolo-Großbands mit Nachdrucken (enthält: Torax, Ciapp! und Dan Mann). Rinaldi Rinaldoni zeichnete 3 Hefte von Torax: Ende Juli 1953 streikten in Italien die Drucker. Z. Zapreda, der aus Catanzaro stammte und dessen Onkel eine Flexodrukkerei besaß, wurde zu Verhandlungen in seine Heimatstadt geschickt. Er hatte Erfolg: Die Hefte der Casa Editrice M. Buonarroti erschienen (allerdings in einer teilweise beschämend schlechten Qualität). Während Zapredas Abwesenheit zeichnete Rinaldoni dessen Serien Cäpt’n Flint und Torax.
Der Riesenaffe Toto ist in den ersten 40 Folgen ständiger Begleiter von Torax, ehe in Heft 23 der kleine Eingeborene Chen beginnt, den wenig eloquenten Muskelberg zu verdrängen.
Comments
No comments