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Das Ende von mycomics hat mich traurig gemacht

MichaelWild |

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Das Ende von mycomics hat mich schon etwas traurig gemacht, denn nun verlieren wir hier in Deutschland eine weitere Plattform, auf der Comiczeichner, egal ob Anfänger oder Profi, ihre Comics der Welt präsentieren können.
 
Für viele, und da war ich keine Ausnahme, war ein Anreiz bei mycomics mitzumachen natürlich auch die Wettbewerbe, die früher auf der Plattform veranstaltet wurden und mit Geld- und Sachpreisen lockten. Doch wichtiger waren wohl die Interviews, die die ersten drei Bestplatzierten geben durften um über ihre Zeichnungen und zukünftigen Projekte zu plaudern - etwas, wozu man als Indie-Zeichner auch eher selten kommt.
 
Besonders in Erinnerung geblieben sind mir dabei die 12 Stunden-Comicwettbewerbe, in denen Zeichner zu einem am Anfang der 12 Stunden angekündigten Thema einen 12-seitigen Comic zeichnen und hochladen konnten.
Ich hätte mir da gerne noch mehr solcher Wettbewerbe gewünscht, auch ohne die Preisausschreibung, denn so etwas war im deutschen Raum
 
Ja ziemlich einzigartig und außerdem sehr motivierend, einen Comic in so einer kurzen Zeit zu zeichnen und zu wissen, dass da noch mehrere Leute an genau demselben Projekt kleben.
Am Ende hatte ich dadurch ja auch mein Büchlein "48 Stunden Apfel" herausgebracht, in dem ich alle (vier) meiner so entstandenen 12 Stunden-Comics zusammen präsentieren konnte, sowie dem Nachfolge-Band "Das Geheimnis von Twisted Creek" in dem ich einfach nochmal privat meine eigenen 12 Stunden-Comictage veranstaltet habe.
Von daher finde ich es wirklich Schade, dass wir uns von der mycomics-Seite verabschieden müssen, die mich (und hoffentlich noch viele andere) dazu motiviert hat, mehr Comics zu zeichnen.
 
 
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