Cäpt'n Flint – Torax – Brad Ford

Der Edelste der Freibeuter

Seit Erscheinen der Piccolo-Edition von Ray Clark wurden wir wiederholt aufgefordert, weitere Piccolo-Helden dieses Künstlers in Deutschland vorzustellen. Diesem Wunsch kamen wir mit der 4. Lieferung (Ray Clark 12) nach. Den Anfang machten Cäpt‘n Flint, Torax und Brad Ford mit drei Heften vom September 1953 und zwar mit den Folgen 220, 55 und 359. Piraten, Freibeuter, Korsaren – wer denkt da nicht an Hollywood, an Douglas Fairbanks sen., Errol Flynn, Burt Lancaster (als "The Crimson Pirate“ von Robert Siodmak, 1946). Die Fabel vom edlen Piraten, der für die Freiheit oder wie Francis Drake für die Schatzkammer seiner Königin kämpft, begeisterte Generationen von Kinobesuchern.

In den Comics dagegen finden wir nur blutrünstige Totschläger als Gegenspieler unserer Helden. Die edlen Freibeuter sind selten im gezeichneten Medium: Corto Maltese von Hugo Pratt (1967), Surcouf und der berühmte Barbe Rouge von Victor Hubinon (1949 und 1959 für SPIRIOU und PILOTE), Capitan Terror von Wiechmann, Maroto, Gual und Sola und natürlich Cäpt’n Flint von Rinaldi Rinaldoni und Enzo Trapani.

Cäpt’n Flint erschien erstmals im September 1948 und ist somit die älteste der hier genannten Serien. Sie ist zudem eine der ersten Arbeiten Rinaldonis für die Casa Editrice M. Bounarroti. Aus dem Stand entwickelte Rinaldoni aus dem Script von Enzo Trapani die Serie Cäpt’n Flint, die zu einer der langlebigsten des Verlages wurde. Sie erschien zunächst l4-tägig im Piccoloformat, wurde mit der Nummer 43 auf wöchentliches Erscheinen umgestellt und brachte es auf 347 Piccolohefte, 3 Sonderbände (1950) und 112 Hefte im Großbandformat (Februar 1956 bis Januar 1960). Rinaldi Rinaldoni zeichnete die Hefte 1–183, 220–224, 311–317 sowie die drei Sonderbände. Im Januar 1953 hatte er die Serie an Z. Zapreda abgegeben, um sich verstärkt um Ray Clark kümmern zu können.

Als Zapreda im Juli 1953 während des Druckerstreiks zu Verhandlungen in Catanzano weilte, sprang Rinaldoni kurzfristig für ihn ein. Im Juni 1955 verließ Zapreda die Casa Editrice M. Buonarroti, sein Nachfolger Pietro Sartoris übernahm die Serie mit der Nummer 318 und führte sie zum bitteren Ende. Zuvor kehrte Rinaldoni für sechs Wochen zu seinem ersten großen Erfolg zurück und zeichnete ein letztes Mal den edlen Freibeuter Cäpt’n Flint.

Zitiert aus der Ray-Clark-Gesamtausgabe
Comic: Cäpt'n Flint – Torax – Brad Ford 1
Comic: Cäpt'n Flint – Torax – Brad Ford 2
Cäpt‘n Flint bei seinem ersten Auftreten in der gleichnamigen Serie. Den markanten Dreispitz trug er erst ab Heft 143, die Augenklappe verlor er auf geheimnisvolle Weise zwischen Heft 23 und 24
Comic

Cäpt'n Flint – Torax – Brad Ford

Künstler/in
Ansichten
20
Sammlungen
Bewertungen
  • Bewertung allgemein
    (0 Likes)
Upload
24.01.2026
Veröffentlicht
24.01.2026
Werk-Erstellung
24.01.2026
Sprache
Thema / Bezug

Kontakt zu Künstler/innen (rinaldirinaldoni) aufnehmen (z.B. Lizenz-Anfrage)

captcha
Bitte gib den Code ein, den du im Bild siehst.

Werk melden

captcha
Bitte gib den Code ein, den du im Bild siehst.

Kommentare

Keine Kommentare

statistix?action=img