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Provokativ: Aufnahmeprüfung?

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SeplundPetra - 29.08.10 23:09
@antonreiser:
Vielen lieben Dank, dass Du mich in einer Reihe mit diesen herrvorragenden Künstlern nennst. Find ich sehr schmeichelhaft Ich kann Deine Beweggründe, denke ich, durchaus nachvollziehen, denke aber auch (bzw., vielleicht hoffe ich es sogar), dass es dann wohl irgendwann ein immenser Aufwand für das Auswahlgremium werden würde - mehr Leute, mehr Cartoons. Derzeit ist es, denke ich, durchaus so praktikabel, wie es grad gehandhabt wird - einige verlassen das Boot von alleine (manchmal allerdings auch welche, bei denen es augenscheinlich keine allgemein bekannten Gründe gibt, und um die es mir sehr Leid tut - z.B. Frank, Spassbeiseite u.a.). Andere senken ihre Frequenz hier im Forum nach einiger Zeit sehr deutlich.
Ich fühle mich hier jedenfalls wohl und hoffe, dass dies noch lange Zeit so bleiben wird. Egal ob mit Vorauswahl oder ohne...
 
antonreiser (toonsUp admin) - 29.08.10 17:58
@Volker
Deine Argumente leuchten ein und da ich ja auch nicht weiß, wie eine wie auch immer gestaltete Auswahl praktisch funktionieren könnte, bleibt wahrscheinlich tatsächlich nichts anderes übrig, als, wie Java schreibt, zu warten, bis sich wirklich grenzwertige Fälle von alleine aussortieren und alles andere als Chance für was auch immer zu sehen.

Die Art und Weise, wie das toonsup-Team die Moderatoren-Rolle ausübt, nötigt mir im Übrigen Respekt ab.
 
Volkertoons - 29.08.10 17:20
Na ja, provokativ ist das nicht unbedingt, allerdings widersprüchlich zum Grundgedanken von Toonsup, das keine Agentur zur professionellen Jobvermittlung ist (dass diese hin und wieder zustande kommt, wird dadurch jedoch nicht ausgeschlossen) sondern eine Plattform zum Austausch zwischen Künstlern und auch Nichtkünstlern, Profis und Laien, Anfängern und Fortgeschrittenen.

Ich kann deine Bedenken gut nachvollziehen, Anton. Aber selbst wenn es mit der Idee von Toonsup vereinbar wäre, würde es an verschiedenen Hürden scheitern. 1) Es wäre ein zeitliches und organisatorisches Problem. Toonsup wird von Machern und Helfern ja nonprofitmäßig allein in deren Freizeit betrieben und gepflegt. Bei einem wachsenden Zulauf neuer Künstler würden wir ganz sicher zeitlich irgenwann gar nicht mehr mit einer solchen Auswahlprozedur hinterherkommen. Eine Automatisierung als Alternative wäre nicht wirklich umsetztbar, da ein Programm unmöglich Entscheidungen bzgl. künstlerischer und inhaltlicher Qualität durchführen könnte. 2) Die Kriterien der Auswahl wären schwierig. Vielleicht kommt es gelegentlich mal vor, dass man auf den ersten Blick sagen könnte, das ist totaler Schrott, das wollen wir hier nicht. Aber das wäre die große Ausnahme. Denn oft ist das, was für den einen absoluter Mist ist, für den anderen trotz vielleicht technischer Unzulänglichkeiten oder auch fragwürdiger inhaltlicher Aussage ein Quell der Inspiration und Innovation. 3) Es soll jeder, der vielleicht einfach noch am Anfang des zeichnerischen Lernens steht, die Chance erhalten, sich hier über den Austausch mit anderen, auch Fortgeschritteneren, weiter zu entwickeln. 4) Die Idee würde wahrscheinlich ebenso viele Gegner wie Befürworter finden. Es gab schon bei wesentlich unspektakuläreren Änderungsvorschlägen endlose Diskussionen, bei denen einige richtig auf die Barrikaden gegangen sind und am Ende nichts dabei herum kam.

Die Gefahr, dass potenzielle Auftraggeber und Interessenten durch qualitativ nicht so hochwerige Arbeiten abgeschreckt werden, ist allerdings nicht wirklich so groß, wie man vielleicht annehmen mag, von daher kann ich deine Befürchtung ein wenig zerstreuen. Schaut man auf andere ähnliche Plattformen, so wird hier ebenfalls nicht aussortiert. Man kennt das mit den Qualitätsschwankungen und nimmt es hin. Wo aussortiert wird, sind zum einen kleine Communities, die sich als mehr oder weniger geschlossene Künstlergruppe präsentieren, zum anderen wirtschaftlich orientierte Seiten, die ihre Künslter ähnlich einer Agentur vermarkten. Eine Agentur ist Toonsup allerdings nicht.

Jobangebote laufen auf Plattformen wie dieser in der Regel auch nicht so ab, dass ein Auftraggeber erst einmal eine Reihe von Werken und Galerien durchstöbert, um nach einem für einen Job geeigneten Künstler zu suchen, sondern einfach einen entsprechenden Eintrag ins Forum postet, auf den sich dann Interessenten, die sich für geeginet halten, zurück melden. Und dann wird vom Gesuchsteller selber differenziert und ausgesiebt. Ist in der Vergangenheit auch schon desöfteren so ganz gut gelaufen.

Bzgl. differenzierterer Präsentation von Künstlern und Werken gibt es aber auch noch andere Möglichkeiten, über die wir uns in der Vergangenheit auch schon ein paar Gedanken gemacht haben. Diese Möglichkeiten würden auch ohne den Ausschluss von Künstlern oder Werken funktionieren. Es muss sich allerdings erst noch zeigen, was davon am besten realisierbar und am sinnvollsten ist. Ich denke, zu gegebener Zeit werden solche Modelle vorgestellt.
 
Java - 29.08.10 16:54
Hm, ja, gelegentlich wundere bzw. ärgere ich mich auch schon mal über den einen oder anderen Beitrag.

Nichtsdestotrotz finde ich es gut, dass toonsUp prinzipiell allen Comicbegeisterten als virtueller Austellungsraum offensteht. Allein schon den freundlichen Umgang der Zeichner untereinander empfinde ich auf toonsUp als sehr wohltuend. Hier in Frankreich weht auf den einschlägigen Comic-Plattformen oft schon ein ganz anderer Wind...

Auch habe ich den Eindruck, dass sich das mit grenzwertigen Beiträgen oft genug ganz von allein erledigt: nach ein oder zwei Wochen verschwinden die Autoren oft genug wieder von der Bildfläche. Für die ganz krassen Fällen haben wir ja unser toonsUp-Moderatorenteam.
 
Hannes - 29.08.10 15:19
Ich kann's auch gut verstehen, aber es wird nicht funktionieren. Ich wüsste auch nicht, wo man da anfangen sollte. Nur wenn ich mir die Diskussion um die damals gewünschte Ignore-Funktion so anschaue, muss man sich da gar nicht weiter den Kopf drüber zerbrechen.
 
Felicitas - 29.08.10 14:06
Ich kann mir nicht vorstellen dass es hier je eine Art Aufnahmeprüfung geben wird aber ich kann gut nachvollziehen was dich stört
 
antonreiser (toonsUp admin) - 29.08.10 13:35
Provokativ: Aufnahmeprüfung? 

Ich stelle fest, dass toonsup in letzter Zeit immer häufiger als Platt(!)form für mehr oder weniger unreife (Selbst-)Darstellungen genutzt wird, die nicht selten in nicht diskutabler Qualität und oft mit ethisch fragwürdigen Haltungen daherkommen.
Toonsup sieht sich als Schmelztiegel kreativer Ideen und als Anlaufstelle von Auftraggebern aus dem Medienbereich, wo der einzelne Künstler gefunden und gesehen wird. Ich befürchte, dieses schöne Ziel könnte möglicherweise verspielt werden und sich so mancher potenzieller Auftraggeber mit Grausen abwenden.

Ich möchte daher hier mal die etwas provokative Frage stellen, ob es bei toonsup so eine Art Aufnahmeprüfung geben sollte, wohl ahnend, dass so etwas mit dem Selbstverständnis von toonsup kollidieren könnte. Ich habe bisher auch noch keine Idee, wie so eine Aufnahmeprüfung aussehen sollte: Entscheidung einer Jury (nach Bewerbung oder Vorschlag), Mitgliederbefragung bzw. -abstimmung (sehr schwierig)?

Was ich ungefähr meine:
Ich wünsche mir Werke, die dem Betrachter neben dem Spaß des Autors, sich der Öffentlichkeit zu präsentieren, eine gewisse Ernsthaftigkeit bieten, die mehr sind als die Zurschaustellung von Vorlieben und Fähigkeiten, die Ausdruck des Bemühens sind, etwas zeigen zu wollen und zu können, das über das rein Private hinausgeht, das dem Betrachter einen gewissen Mehrwert gibt gegenüber dem Angucken eines leeren weißen Blattes Papier, das kann die politische Karikatur sein, genauso wie der Kalauer, der Wortwitz oder die Fantasyillustration.
(Das Private sollte privat bleiben und wenn es denn unbedingt das breite Publikum sucht, kann es sein Glück ja auf einer privaten Homepage suchen.)

Damit mich niemand missversteht:
Mit den oben genannten "(Selbst-)Darstellungen" meine ich ausdrücklich NICHT solche Künstlerinnen und Künstler wie kusubi, leichnam, feyerabend, gloiman, madmihan, seplundpetra, psycholiki, fünf, fine und viele andere, die sich Hobbyzeichner oder nebenberufliche Zeichner nennen, von denen es exzellente Sachen gibt und die ich sehr schätze.

Mit der Vorhaltung, elitär zu sein, kann ich übrigens ganz gut leben.
 
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