Comic Newsfeed

Sowieso alles "wieder nur Panikmache".
Weiter mit dem Tagesgeschäft wie bisher...
Mach den Vogelstrauß. Alles gut.


Ein ganzes Huhn im Supermarkt kostet weniger als eine industriell gefertigte Tiefkühlpizza,
Bayer-Monsanto sprüht Glyphosat und Insektizide ohne Ende,
Kinder werden schon mit fünf Jahren die Smartphones zum Ablenken in die Hand gedrückt,
irgendwas läuft hier falsch, oder?

Während wir süchtig gemacht werden auf Diskontpreise und Ablenkung alias "Unterhaltungsmedien",
haben die Konzerne nur eins im Sinn: Profitmaximierung.
Die fällt zu Lasten der Bauern, des Konsumenten und der Umwelt.
Zersiedelung, Überackerung, Monokulturen, Übersäuerung der Meere,
Artensterben, Tierquälerei und Massentierhaltung, Plastikmüll überall.

Das schnelle Sandwich zwischendurch schmeckt doch so gut!
Egal ob da Legehennenbatterie-Eier, minderwertiges Mehl, Palmöl, Thunfisch aus unverantwortlicher Fischerei,
Salat aus Spanien mit tausend Kilometern auf dem Buckel in einer Box aus Plastikmüll stecken.

Und was machen wir? Zwei Minuten Aufmerksamkeit schenken wir einem Nachrichtenartikel,
bis er wieder aus unseren Gedanken verschwindet.

Gehandelt haben wir nicht. Geändert hat sich rein gar nichts.

Ich bin manchmal einfach nur scheiß wütend darüber.

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PauerCmx (toonsUp team) - 14.02.19 12:50
Sepl: Tatsächlich ist das Nicht-mitmachen die beste Idee ... wenn man es denn karrieretechnisch verkraften kann. Aber youtube ist voll und ganz mit Google verbunden, das muss man dazusagen. Und Google-Skripte laufen wiederum auf schätzungsweise 98% (!) aller Internetseiten. Auch auf jeder einzelnen Toonsup-Seite.

Folgende Skripte von Drittseiten: ajax.googleapis.com, apis.google.com
Zum Tracking deiner Onlinebewegungen: google-analytics.com, g-static.com, google.com
Das kann jeder in seinem Browser mit Skript-Blockern wie uMatrix (Firefox) beispielsweise einsehen und bei Bedarf unterbinden. Wer Google Chrome verwendet, hat sowieso schon verloren.
 
SeplundPetra - 14.02.19 12:14
Da bin ich ja weiterhin froh, dass ich kein Smartphone oder Handy hab, dass ich bar zahle und auch noch auf dem Land lebe, außer bei toonsup und auf einem Lehrerportal nirgendwo unterwegs bin (ach Mist... ich bin tatsächlich bei youtube - aber da schon einige Monate nicht gewesen... immerhin...) und ein analoges Notizbuch führe.
 
PauerCmx (toonsUp team) - 13.02.19 19:18
ArmerArmin: Das war eine weise Entscheidung. Selbst wenn man von Facebook verlangt, dass die einem "die Daten über sich selbst" aushändigen, erhält man nur die primären Daten, das heißt: Das, was man selbst reingetippt hat. Die Auswertungen, Verknüpfungen, Netzwerkspekulationen und andere gesammelten Daten, die bekommen nur die Kunden von Facebook.

Rob: Nein, das bin nicht ich im Comic! Foto aus dem Netz als Vorlage.
Mal schnell den Aussteiger spielen, das ist auch keine Lösung.

PS.: Smartphone killen ist zudem nicht notwendig. Noch gibt es Smartphones ohne Google Android, (wer weiß wie lange). Blackberry war beispielsweise immer schon bekannt dafür die sichersten Handys herzustellen.
 
Rob - 13.02.19 17:35
@Armin Schon interessant, die meisten haben mittlerweile erkannt, dass Facebook Bullshit ist und sich "abgemeldet", sind aber weiterhin der wesentlich schlimmeren Seuche, dem Smartphone verfallen. Also genau umgekehrt!

Die Bilderserie ist mal wieder sehr gut gezeichnet. Bist du das Paul?

Eigentlich hast du ja sehr gut verstanden, was zu machen ist also einfach machen! Smartphone killen und das Notizbuch wiederbeleben, Kreditkarte zerschneiden und nur noch bar bezahlen, aufs Land ziehen und möglichst auf Plastik verzichten...
 
ArmerArmin - 13.02.19 15:52
Irgendwie positiv: ich habe immer noch kein Smartphone und hab mal wieder erst durch die Kommentare ganz verstanden worum´s hier geht. Auf der anderen Seite habe ich mich nach mehreren Jahren der Weigerns bei Facebook angemeldet. Hat geholfen, mich ein wenig besser in der Zeichnerszene zu vernetzen, wobei Danny leider Recht hat: Man wird hektischer und weniger aufmerksam.
 
PauerCmx (toonsUp team) - 13.02.19 14:07
Was Daten anbelangt:

Der Bevölkerung wird vermittelt, sie hätten eine Wahl. Mittlererweile wird man aber beispielsweise in Finnland und Schweden wie ein Krimineller behandelt, wenn man auch nur im Taxi bar bezahlt statt mit Karte! Jede Kartenzahlung ist nachverfolgbar mit Uhrzeit, Standort, Geldbetrag, Empfänger etc.

Der Ersatz gängiger Mittel durch digitale Pendants ohne jeglicher Achtung der Privatsphäre findet schleichend statt. Das Prinzip ist einfach: Der erste Schritt ist immer ein "Gratisdienst". Hat man mit diesem unschlagbaren Angebot dann hundertausende User aquiriert, stehen diese in der Abhängigkeit des Systems. Welches Restaurant will heute schon auf Google Maps oder Tripadvisor Erwähnung verzichten?

Wie Dendriten breiten sich die Gratisdienste in alle Bereiche aus, bis ihre Blutgefäße und ihre Nährstoffversorgung so essentiell ist, dass es einem Selbstmord gleichkommt sich von ihnen zu trennen. "gratis schafft Abhängigkeit" kann man verschärft sagen.
 
PauerCmx (toonsUp team) - 13.02.19 14:01
antonreiser: Ja und was noch schlimmer ist, man kann sich nicht verwehren.

Auf dem Smartphone läuft bei uns alles ab: Wir sehen uns Dienstpläne an, texten mit Freunden, rufen Familie und Verwandte an, senden Fotos, wickeln Banküberweisungen und Zahlungen ab, surfen im Internet. Solche Nachrichtenartikel, die den Zustand des Planeten betreffen, rutschen einfach in die Wertigkeit der Zerstreuung und Unterhaltung ab. Vielzu abstrakt und groß erscheint uns das Thema, als dass wir uns damit aktiv auseinandersetzen. Wir schaffen es noch nicht einmal genug Solidarität aufzubringen, wenn es zu einem Verkehrsunfall kommt!
https://de.wikipedia.org/wiki/Zuschauereffekt
Wie soll sich da eine relevante Bewegung formieren, wenn es um die Rebellion gegen den Turbokapitalismus und seine fortwährende Umweltzerstörung geht?

 
antonreiser (toonsUp admin) - 13.02.19 13:36
Das Schlimme dabei ist, dass sich niemand wehrt, bzw. sich verweigert.
 
PauerCmx (toonsUp team) - 13.02.19 12:00
Danke, Danny!
Spannend ist auch, dass es geografische Auswertungen für die Verwendung von Emojis gibt. Man fragt sich, warum werden das immer mehr? Warum brauchen wir NOCH mehr Emojis, mit allen Hautfarben, für alle Lebensbereiche?

Wer wann wo ein Menstruations-Emoji gepostet hat, kann für Unternehmen interessant werden. Nämlich wenn Data-Broker - eine Art Detektivjob für die Erstellung von Nutzerprofilen - deine geografischen Daten, IP Adresse, Geräte IP und so weiter deiner Person zuordnen können. "Frau XY hat gerade ihre Periode - jetzt sollten wir Werbung für Binden und Medikamente gegen Regelschmerzen in ihrem Browser schalten!"

Hannes Grassegger führt an, dass man den Sensoren sehr bald nicht mehr entkommt. Mit einem Blick auf China wird klar, diese günstigen Lauschaparate finden sich schon in Fußgängerzonen großer Städte, in Geschäften, öffentlichen Verkehrsmitteln usw. (in Apotheken wird bereits jetzt schon dein Gesicht im Eingangsbereich zu Testzwecken ausgewertet, um deine Verfassung zu analysieren!).
 
Danny - 13.02.19 11:54
Stimmt nachdenklich. Von Facebook habe ich mich schon vor Jahren verabschiedet...unter anderem, weil es die Verkürzung der Aufmerksamkeitsspanne auf die Spitze treibt und Anteilnahme auf ein Like verkürzt...

Dann doch lieber die gute alte Tageszeitung im Papierformat.
 
 

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